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Schützenverein privilegierter Landeshauptschießstand Auerhahn Linz

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Kleinkaliberpistole

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Hier könnte man theoretisch diskutieren, ob der Titel "Sportpistole" nun der richtige ist oder nicht. Stellen wir es richtig. Verwendet man das cal. .22 in Kombination mit der Wendeanlage, dann spricht man von der Disziplin "Sportpistole". Verwendet man das cal. .32 in Kombination mit der Wendeanlage, dann spricht man von der Disziplin "Zentralfeuer". Bei beiden Disziplinen ist der Ablauf gleich. Die Herrenklasse verwendet das Kaliber .32, die Damen und die Senioren verwenden das Kaliber .22. In diesem Bewerb werden 30 Schuss auf die stehende Scheibe und 30 Schuss auf die Wendescheibe abgegeben. Der Schütze sieht für 3 Sekunden die Scheibe und muss in dieser Zeit einen Schuss abgeben. Danach dreht sich die Scheibe für 7 Sekunden wieder zur Seite. Das Ganze wird 5 mal wiederholt. Der Schütze darf dabei die Waffe (das Sportgerät) nicht ständig oben halten. Er muss die Waffe nach jedem Schuss wieder absenken. Mehr über das Kleinkaliberschießen finden Sie in Wikipedia.

Die Kleinkaliberpistole Feinwerkbau AW93.
Foto: Die Kleinkaliberpistole Feinwerkbau AW93

Nun haben wir noch den Bewerb "Standardpistole". Diesen Bewerb schießen alle Klassen mit dem Kaliber .22.  Auch unsere Wendeanlage kommt hier wieder zum Einsatz. Man schießt 4 x 5 Schuss in 150 Sekunden, 4 x 5 Schuss in 20 Sekunden und 4 x 5 Schuss in 10 Sekunden. Dieser Bewerb wird dann meistens bei den 10-Sekunden-Serien interessant. Hier trennt sich die Streu vom Weizen.

Dann haben wir noch die Disziplin "Olympisches Schnellfeuer". Hier wird auf fünf nebeneinander stehenden Scheiben jeweils ein Schuss abgegeben. Der Schütze hat dafür 8 Sekunden, 6 Sekunden bzw. 4 Sekunden Zeit. Je nach dem welche Serie er gerade absolviert. Für diese Disziplin wird eine eigene Munition (.22 short) und natürlich auch eine eigene Waffe (Sportgerät) verwendet. Äußerlich unterscheiden sich die Waffen kaum.

Sportpistole 25 m (KK-Sportpistole)

Waffe: Zugelassen sind selbstladende Pistolen mit einem Höchstgewicht von 1400 g, die den Sicherheitsvorschriften entsprechen. Die Abmessungen der Waffe müssen so sein, dass sie in einen Prüfkasten mit den lichten Innenmaßen 300 mm x 150 mm x 50 mm eingelegt werden kann. Abzugswiderstand 1000 g.

Munition: Handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber 5,6 mm (.22 lfb).

Scheiben: Durchmesser der 10 = 50 mm, der Ringe 1 bis 9 = je 25 mm.

Entfernung: 25 m.

Anschlag: Stehend frei

Programme: Das Wettkampfprogramm besteht aus je einem Durchgang Präzision- und Duellschießen zu je 30 Schuss.

Die Sportpistole wird mit Waffen im Kaliber .22 long rifle geschossen. Im Leistungsbereich werden fast nur Pistolen angetroffen. Revolver finden hier kaum Anwendung. Das Programm ist in zwei Halbprogramme aufgeteilt: das Präzisions- und Duellschießen. Der Präzisionsdurchgang besteht aus drei oder sechs Serien á fünf Schuss. Pro Serie hat der Schütze fünf Minuten Zeit. Der Duelldurchgang besteht aus der gleichen Anzahl von Serien wie der Präzisionsdurchgang, der Ablauf ist dabei anders: Die Scheibe ist nach Kommando für sieben Sekunden nicht sichtbar, dann, wenn sie sichtbar wird, hat der Schütze drei Sekunden Zeit, einen Schuss abzugeben. Dieser Wechsel wiederholt sich insgesamt fünfmal. Das Abzugsgewicht beträgt bei der Sportpistole 1000 Gramm.

Sportpistole. Damenfinale. Weltpokal in München 2006.
Foto: Die Finale der Sportpistole (Weltpokal in München)

Olympische Schnellfeuerpistole 25 m (Rapid Fire Pistol)

Waffe: Zugelassen sind selbstladende Pistolen, die den Sicherheitsvorschriften entsprechen, mit einem Höchstgewicht von 1400 g. Die Abmessungen der Waffe müssen so sein, dass sie in einen Prüfkasten mit den lichten Innenmaßen 300 mm x 150 mm x 50 mm eingelegt werden kann. Der Abzugswiderstand beträgt 1000g.

Munition: Kaliber 5,6 mm (.22 lfb) mit einem Geschoßgewicht von mindestens 2,53 g = 39 Grain und einer Mündungsgeschwindigkeit von mindestens 250 m/s.

Schieben: 5 Scheiben nebeneinander stehend mit einem Abstand von 75 cm zwischen den Scheibenachsen. Die Höhe des Scheibenzentrums beträgt – gemessen vom Boden des Schützenstandes – 140 cm ± 10 cm.

Entfernung: 25m.

Anschlag: Stehend frei. Der Schütze senkt den Arm um mindesten 45 Grad aus der Waagerechten. In dieser Haltung erwartet der Schütze das Zudrehen der Scheiben oder das Signal zum Schießen, ohne den Arm zu beugen oder zu bewegen. In dem Augenblick, in dem sich die Scheibe zu drehen beginnt, darf der Schütze die Pistole bewegen.

Programme: Der Wettbewerb besteht aus 60 Schuss, die in zwei Halbprogrammen à 30 Schuss zu bestreiten sind. Das Halbprogramm gliedert sich in sechs 5-Schuss-Serien, je zwei davon innerhalb 8, 6 und 4 Sekunden.

Schnellfeuerpistole. Leonid Ekimov (Russland). Weltpokal in München 2008.
Foto: Die Schnellfeuerpistole (Weltpokal in München)

Schnellfeuerpistole. Oleksandr Petriv (Ukraine). Weltpokal in München 2007.
Serien 8, 6 und 4 Sekunden.

Freie Pistole 50 m

Waffe: Alle Pistolen und Revolver des Kalibers 5,6 mm (.22 lfb). Mehrlader dürfen nur als Einzellader verwendet werden. Der in beliebiger Form nach der Hand des Schützen gearbeitete Griff darf die Hand nur bis zur Handwurzel umschließen. Der Griff darf keinerlei Verlängerungen haben, die über das Handgelenk hinausragen und so als Stütze dienen könnten.

Die Freie Pistole TOZ-35.
Foto: Die Freie Pistole TOZ-35

Munition: Handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber 5,6 mm (.22 lfb).

Scheiben: Breite des Ringes 10 = 50 mm, der Ringe 1-9 = je 25 mm.

Entfernung: 50 m.

Anschlag: Stehend frei.

Programm: 60 Schuss in 120 Minuten oder 40 Schuss in 90 Minuten inkl. Probeschüsse.

Die Freie Pistole. Weltpokal in München. 2006.
Foto: Die Freie Pistole (Weltpokal in München)

Die Freie Pistole. Gontcharov Vladimir (Russland). Weltpokal in München 2007.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. Juni 2012 um 19:35 Uhr