Nachdem man die Laufende Scheibe aus dem Olympischen Programm genommen hat, fand dieses Jahr endlich nach langer Zeit wieder eine separate Weltmeisterschaft statt. Ältere Sportler erinnern sich bestimmt noch daran, dass 1979 bereits eine separate Weltmeisterschaft im oberösterreichischen Linz stattgefunden hat). Leider konnte die Mannschaft aus Österreich heuer nur mit einem Juniorensportler, Alexander Exl, anreisen und auch hier musste man schulbedingt noch Einschränkungen in Kauf nehmen und konnte nur am 10m-Bewerb teilnehmen.
Alexander Exl und BdSpl. Laufende Scheibe Marc Heyer in Pilsen.

So reisten Schütze und Trainer am Sonntag an und spürten bereits im ersten Augenblick am Stand eine besondere Atmosphäre, die von der Anwesenheit der unterschiedlichen Nationen (Japan, Korea, Katar, Ungarn, Finnland usw.) ausging.
Mit unseren deutschen Schützenbrüdern teilten wir uns ein kleines Häuschen am Stand als Mannschaftsraum. Nach dem Training am Sonntag Nachmittag gab es am frühen Abend eine kleine Feier, bei der der Vorsitzende der ISSF Laufende Scheibe Kommission Pekka Kuusisto die WM eröffnete.
Am Montag begann die WM mit dem Mix-Lauf Programm. Trotz schwacher erster Serie steigerte sich Alexander Exl in der 2.Serie und am Ende war er Ringgleich mit dem Ukrainer Oleg Salamakha. Aufgrund der schlechteren letzten 10 Schuss musste sich Exl sich mit dem 20. Platz zufrieden geben.
Auf dem Foto: Alexander Exl.

Am nächsten Tag wurde der Normallauf geschossen, doch es lief leider nicht so gut. Nach der Langsamlaufserie war Exl von sich selbst enttäuscht und sagte: „Bei der Probe war der Wettkampf noch ganz normal und nichts Besonderes. Doch als ich vom Mitziehen zum eigentlichen Wettkampf überging, schoss das Adrenalin durch meine Adern und der Herzschlag ging sofort sehr hoch, es war, als würde eine Bombe in mir explodieren“.
Auf dem Foto: Alexander Exl.

Beim Abschließenden Schnell-Lauf gab Exl aber noch mal alles. Leider schafften Trainer und Sportler es nicht, die Nervosität beim Schießen komplett unter Kontrolle zu bekommen. Am Ende belegte Alexander Exl den 21.Platz. Etwas enttäuscht, aber mit vielen neue Erkenntnisse, was man eventuell bis zum nächsten Großereignisse in der Vorbereitung ändern muss, fuhr man nach Hause.
Als Fazit muss man sagen: „Bei der 10m Laufende Scheibe hat man leider noch nicht den direkten Anschluss geschafft, wie es bei der 50m Laufende Scheibe schon gelungen ist. Aber man merkt auch hier, dass man auf dem richtigen Weg ist. Eins der größten Defizite ist das Fehlen von leistungsstarken Vergleichswettkämpfen. Doch zumindest konnte man hier einen Fortschritt erzielen. Durch die internationalen Kontakte, die bei der WM geknüpft wurden, wird wohl der der 3. Internationale Ländervergleichkampf in Linz im Jahr 2009 durch die angekündigte Teilnahmen von Mannschaften aus Ungarn und Tschechien eine große Aufwertung erfahren und vielleicht kommt ja noch die eine oder andere Nation hinzu.





